Evtl. 455 000 Arbeitslose in 2009? Wäre es so denkbar oder ist es nur eine Fiktion?

Es liegt ja auch noch an etwas ganz anderem, das die kleinen Selbständingen beharrlich in die Geschäftsaufgaben zwang.

 

Hatte ein kleiner Unternehmer eine z. B. gute Idee, dann konnte der erstmal aufbauen. Bekamen die Großen dann mit, dass da ein gutes Geschäft zu machen ist, dann gingen diese mit ihrem vielen Geld ganz einfach in den Wettbewerb.

Damit konnte so manch ein kleines Unternehmen nicht mehr Stand halten. Am Ende stand immer die Pleite, der Verlust von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, sowie das Ende einer mühsam aufgebauten Existenz.

Manche fingen dann wieder von vorne an, so sie noch die Kraft und Außdauer hatten. Was man auch nicht vergessen darf, man hat es in der Öffentlichkeit prima geschafft so darzustellen, als wären die, die ungewollt in die Pleite gehen die absoluten Bruchpiloten. Das glaubt heute noch die Mehrheit unserer Mitmenschen, obwohl das so überhaupt nicht stimmt.

Hier aber eine Aufklärung betreiben zu können, ist fast schwerer als die Aufklärungen früher von einem Oswald Kolle. Warum das so ist, nun die Frage stellen sich wohl viele, so auch ich.

Man nennt es frei Marktwirtschaft, man nennt es Wettbewerb, der angeblich das Geschäft beleben würde, doch dem ist nicht so. Denn ein Kleiner mit einer guten Idee, dem zieht man schnell die Hosen runter. Spätestens dann wenn er meint es geschafft zu haben.

Des weiteren konnten im Rahmen der wirtschaftlichen Globalität viele kleine Unternehmen nicht mehr mithalten. Wenn alles immer mehr in Richtung billig geht, wenn immer mehr Billigware importiert wird, dann kann man natürlich im eigenen Land keine stabilen Gehälter mehr bezahlen. Wie soll das gehen?

Die Waren werden im Ausland produziert, mit Arbeitskräften im Ausland weil es dort weniger Lohn kostet. Nun wie soll man dann im Inland das prodzuieren können, was eben auch an Personalkosten viel, viel teuer ist? Es geht ganz einfach nicht. Da können auch noch soviel angebliche Experten was anderes erzählen, die kleinen Selbständigen erleben es täglich was abläuft. Die, die es selber bemerken die sollten es doch wohl wissen.

Den Leuten wird weisgemacht sie müssten sich nur noch mehr anstrengen. Da hilft keine Anstrengung, da hilft keine Aufregung, da hilft eigentlich nur noch zu akzeptieren und möglichst zu verdrängen. Ist zwar alles andere als gesund, doch was bleibt den Arbeitslosen und den kaputten Kleinunternehmern dennn sonst noch über?

Der Verband der Insolvenzverwalter gab neulich die Zahl von 35 000 Unternehmenspleiten für dieses Jahr bekommt. In den meisten Fällen bedeutet das 35 000 Personen/Menschen verlieren ihre Existenzen, meisten hängen daran auch noch die eigenen Familien. Einfach mal nachrechnen, gehen wir mal davon aus ein jeder dieser Menschen hätte Partner und Kind. Dann bedeutet das, 35 000 x 3 = 105 000 Verarmungen.

Hinzu kommt das in den Bereichen die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze bereitgestellt wurden und werden.

Gehen wir mal davon aus, und das ist niedrig angelegt, das pro Pleite davon im Durchschnitt 10 Mitarbeiter betroffen sind. Dann haben wir die Zahl von 35 000 x 10 Mitarbeiter = 350 000 + die o. e. 105 000 = 455 000 Arbeitslose oder Existenzverlustler in einem Jahr.

Da schreit man auf in Deutschland, wenn die Großen mit 10 000 Mitarbeitern aufgeben müssen? Wo ist der Verlust an Existenzen, Ausbildung- und Arbeitsplätzen denn nun größer?

Man bemerkt es bei den Kleinen nicht so, weil niemand so wirklich darüber in der Form berichtet. Doch die tragenste unserer Wirtschaftssäulen bricht hier seit Jahren kontinuierlich weg.

Denkt darüber mal jemand ernsthaft nach?

Weil Menschen das erkannten, versuchten sie eben mit aufbruch-mittelstand etwas Aufklärung und Lösungen zu betreiben. Doch das kann man nur, wenn so etwas aus mal ernst genommen wird.