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THEMA: Gerechtigkeit für mein Kind

Gerechtigkeit für mein Kind 14 Jan 2010 18:04 #394


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Hiermit möchte ich mich zuerst einmal vorstellen:

Mein Benutzername ist mit meinem realen identisch - und das aus folgendem Grund:

Am 22. Oktober 2007 kam mein Sohn Dominik bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Da es sich um eine sehr umfangreiche Erzählung handeln würde, möchte ich auf Dominiks HP - www.aktion-dominik-nelz.de - hinweisen - wer mag, kann dort alles nachlesen.

Leider beeindruckte das Urteil den Unfallverursacher nur sehr wenig und er verstösst seitdem immer wieder gegen seine Bewährung. Obwohl dies den Behörden immer wieder zur Kenntnis bzw. Anzeige gegeben wurde, werden die nur schleppend bis gar nicht tätig.

Mir ist durchaus bewusst, dass es keine Strafe für den Unfallverursacher gibt, die mir meinen Sohn zurückgibt.

Ich erwarte ein kleines Stück Gerechtigkeit für ein Menschenleben - für meinen Jungen.


Ute Nelz - Mama von Dominik, die ihren Jungen unendlich vermisst
Dominik.jpg
Mein Sohn Dominik - für die Versäumnisse der Justiz musste er mit seinem Leben bezahlen

Aw: Gerechtigkeit für mein Kind 24 Jan 2010 10:21 #450

Hassan B. scheint kein exotischer Einzelfall zu sein:
Kaum anderthalb Monate, nachdem er den Führerschein wieder bekommen hatte, mietete er ein Auto. Mercedes-Benz C 63 AMG, V 8 Motor, 457 PS, von Null auf 100 km/h in 4,5 Sekunden. Ein Angeber-Geschoss.

Der Hartz-IV-Empfänger blätterte dafür 2700 Euro hin.

Vier Wochen Fahrspaß.

Der letzte Abend, bevor er den Wagen wieder abgeben musste. Kudamm, Busspur.

(...)

"Ich hörte ein extremes Motorengeräusch aus Richtung Lehniner Platz", erinnert sich Daniel W. (35) als Zeuge. "Der Mercedes raste auf der Busspur heran, ich schätze mal mit 100 Km/h. Der Junge hatte es fast geschafft gehabt über die Busspur . . ." Die Stimme versagt. "Ein extremes Dröhnen, ein extremer Beschleunigungsvorgang. Der Junge wurde hochgeschleudert, prallte auf den Asphalt . . . Sind Angehörige von ihm hier?"

Quelle: bz-berlin.de

Aw: Gerechtigkeit für mein Kind 24 Jan 2010 10:52 #451

Als Erstes einmal, allen Menschen denen dies wiederfährt, aber auch anderes Leid spreche ich meine Aufrichtige Anteilnahme aus.

Ratlos las ich diesen und auch andere Artikel der Art. Wir hatten ja in diese Richtung auch einmal einen Prominentenfall, des war der Fall der kürzlich verstorbenen Petra Schürmann, deren Tochter durch einen Geisterfahrer ums Leben kam. Wie dort die Porzesse liefen, das entzieht sich derzeit noch meiner Kenntnis.

Was mich an dem letzten Beitrag sehr stört, ist die Tatsache das der Artikel, in meinen Augen, mit einer Diskriminnierung anfängt. In der Einleitung wird nämlich gleich auf Hartz IV Empfang hingewiesen. Wer so schreibt, wer so berichtet tut damit besonders eines, er schürrt Meinungen negativer Art in Richtung der Bevölkerungsgruppe, nämlich aller Hartz IV Empfänger.

Es ist wichtig was da und wie passierte, es spielt aber erst einmal keine Rolle womit der Unfallverursacher seinen Lebensunterhalt bestreitet, oder?

Als nächstes werden dann wieder z. B. Debatten geführt, oder gemeint alle Hartz IV Empfänger leben ins Saus und Braus, und könnten sich neben dem Erwerb eines Führerscheines auch noch tolle Autos mieten. Sind darüber hinaus verantwortungslose Unfallverusacher? Sollten wir hier nicht etwas vorsichtiger in den Berichterstattungen sein?

Ebenfalls sollte die ethnische Herkunft eines Unfallverusachers aus Berichterstattungen, so sie objektiv wahrgenommen werden sollten, keine Rolle spielen, oder?

Aw: Gerechtigkeit für mein Kind 24 Jan 2010 11:08 #452

Sall schrieb:
Als nächstes werden dann wieder z. B. Debatten geführt, oder gemeint alle Hartz IV Empfänger leben ins Saus und Braus, und könnten sich neben dem Erwerb eines Führerscheines auch noch tolle Autos mieten. Sind darüber hinaus verantwortungslose Unfallverusacher? Sollten wir hier nicht etwas vorsichtiger in den Berichterstattungen sein?

Ebenfalls sollte die ethnische Herkunft eines Unfallverusachers aus Berichterstattungen, so sie objektiv wahrgenommen werden sollten, keine Rolle spielen, oder?

Es gibt diese Fälle aber. Willst Du sie aus Gründen der political correctness totschweigen? Hartz 4 - Empfänger, deren tatsächlicher Lebensstandard nur durch Erwerbskriminalität zu erklären ist, darf es in der Öffentlichkeit nicht geben?

Nicht mit mir, es muss reichen, wenn auf Foren in einer Replik auf die grosse Mehrzahl der anständigen und vom System gebeutelten Sozialleistungsempfänger hingewiesen wird und in den klassischen Medien ein Korrektiv durch andere Zeitungen und Sender vorhanden ist.

Das selbe gilt für die ethnische Herkunft von Kriminellen, es ist nicht Aufgabe von Journalisten, diese zu verschweigen oder gar zu verfälschen. Auch die multikulturelle Gesellschaft muss man mit offenem Visier vertreten. Niemand hat das Recht, durch selektive Berichterstattung die Öffentlichkeit zu belügen.

Aw: Gerechtigkeit für mein Kind 24 Jan 2010 11:20 #453

Niemand soll etwas verschweigen müssen, die Frage ist nur wie betreibe ich sauberen, objektiven, guten Journalismus? Mit der Einleitung und den Hinweis, was eine Person hat, wo sie herkommt oder mit den Fakten?

Der Fahrer des PKW (Marke), verursachte am einen schweren Unfall. Tathergang wie folgt.

Alle Journalisten haben den Presskodex an die Hand bekommen, ein Teil steht hier ja auch mal in Auszügen unter Artikel.

Ganz im Ernst, wenn ich einen lieben Menschen verliere dann ist das schon schlimm genug, ich habe ja auch da schon viele zu Grabe tragen müssen. Doch mich interessiert noch nie die Herkunft oder ob die Verursacher Arbeitslos sind.

Nein, ich mag es auch nicht wenn immer wieder z. B. behauptet wird "Die Arbeitgeber haben das und das getan". Also alle oder wer, oder wieviel. Dann bitte differenzieren, alles andere führt zu einem ungesunden Klima innerhalb der Gesellschaft und der unterschiedlichen Gruppen. Kleines Beispiel wie es nicht sein sollte?

"Der aus dem Kriegsgebiet .... geflohne Asylbewerber wurde gestern dabei erwischt wie er einen Pullover stahl".

Wahrnehmung in breiten Teilen der Öffentlichkeit? Jeder Asylbewerber oder gar speziell die aus dem und dem Gebiet stehlen alle?

Das alles hat auch mit Psychologie zutun Alexander Rafalski, und mit der Fähigkeit der objektiven Nachrichten Aufnahme, Umgang, Fähigkeit und Reflexion. Gut geschulte Journalisten werden so auch nicht schreiben.

Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information, doch mit Information muss auch ein pfleglicher Umgang gewährleistet sein.

Auch Überschriften wie z. B. "Die Ärzte haben alle zuviel Geld, oder sind korrupt". Sind schädlich für die Gesellschaft, sind schädlich für die Berufsgruppe der Ärzte, denn es wird im weiteren Verlauf alles immer in einen Topf geworfen. Das ist doch täglich immer mehr zu erkennen, oder? Das soll so richtig sein?

Noch ein Beispiel:

Im Falle einer Hilfebedürftigen Person im Straßenverkehr ruft man den Rettungsdienst. Was ist relevant? Was ist passiert, wo ist es passiert und ganz sicher nicht: Hier liegt einer der sieht aus wie ein Penner, kommen sie mal vorbei. Denn solche Äußerungen führen zu was?
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