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Hier stellt Matthias Dilthey sein bereits in den 90er Jahren entwickeltes "emanzipatorisches bedingungslose Grundeinkommen", das "Dilthey-Modell vor. Dilthey verbindet sein Modell unabdingbar mit dem "emanzipatorischen Sozialstaat".

User haben die Möglichkeit hier mit ihm zu diskutieren, und sich über Twitter in die Liste einzutragen um mit zu zwitschern.

THEMA: Über die Arbeit

Über die Arbeit 20 Jun 2014 21:35 #12954

Immer mehr Stadtverwaltungen haben Einsehen und befreien die U-Bahn-Führer von ihrer Erwerbsqual im Schichtdienst, natürlich mit Wechselschicht.
Diese unhaltbaren Arbeitsbedingungen werden nach und nach beseitigt, denn die Züge werden automatisiert.

In Nürnberg fährt eine Linie seit 2008 führerlos, vor einiger Zeit ist eine weitere, führerlose Linie hinzugekommen.

Freuen wir uns zusammen mit den Zugführern über deren neu gewonnene Freiheit!

Übrigens: Immer mehr Städte in ganz Europa folgen dem Beispiel aus Nürnberg und setzen verstärkt führerlose U-Bahnen ein.
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit, ob was passiert. Wenn es dann kein Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”...

Über die Arbeit 21 Jun 2014 09:53 #12955

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  • Anonym und Betroffen
Sehr geehrter Herr Dilthey, ich kann wie alle anderen auch verstehen das unsinnige Arbeit nichts ist. Aber nichts zu haben und ausgegrenzt zu sein sein in unserer Gesellschaft ist auch nichts. Es ist ein Leben das man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. Ich bin einer von vielen Betroffenen der so leben muss und dem niemand hilft.

Wir schreiben, wir bitten um Hilfe, wir gehen zu Behörden, damit fängt es überhaupt erst einmal an. Im ersten Schritt suchen wir natürlich die Hilfe, die angeblich jedem zusteht. Hartz-IV, Aufstockung. Kriegen viele aber oft gar nicht, das hat schon lange System in diesem System. Dann geht es weiter auf diesen jahrelangen Wegstrecken. Wir gehen zu Politikern, wir schreiben an die Medien, gehen zu kirchlichen Einrichtungen, bitten und schreiben solange wie wir können. Doch niemand in diesem reichen Deutschland hilft uns. Wir schreiben im Internet, wir schreiben in Foren, in manchen lässt man unsere Bitte um Hilfen unbeantwortet stehen in wieder anderen werden wir verjagt, für alle Zeiten gesperrt oder einfach nur gemoppt.

Wir werden von Hartz-Experten zu Experten gereicht bis wir offensichtlich, solange durch die gesetzesverdreher Mühle gedreht wurden bis wir gar nicht mehr können. W

er sind die Hartz-IV-Experten, wohl eher die, die den Weg schon mehrfach gegangen sind, die ihn kennen. Deshalb finden sich in den Jobcentern auch schnell mal ab und zu einige von uns auf der anderen Seite des Schreibtisches. Man erhofft das wir noch schärfer sind weil mit allen Wegen bekannt. Sie suchen also nicht selten, für eine gewisse Zeit, aus unseren Reihen die Sklaventreiber. Wir müssen es ja wissen wie man sich irgendwie noch durchgeschlagen kann. Man denkt offensichtlich die Hartz-IV erhalten kennen noch ein paar Tricks und Kniffe. Die will man natürlich wissen um weitere Hilfen einsparen zu können. Und das machen einige mit, damit sie wenigstens für eine gewisse Zeit wieder etwas anständig leben können. Bis sie wieder da landen wo sie herkamen. Denn auf ewig bleiben die auch nicht auf der anderen Seite des Schreibtisches. Sie werden wie fast alles heute abgeschöpft und ausspioniert.

Und es geht weiter, meistens so:

Bis man uns nach jahrelangem Kampf um etwas Teilhabe und Gerechtigkeit das alles ansieht. Es steht einem im wahrsten Sinne des Wortes im Gesicht geschrieben. Da erkennt man mal erst so richtig die wahre Bedeutung von Sprichwörtern. Übrigens wenn wir noch irgendwie durch da Leben kommen und gekommen sind, dann kommt sie immer die Frage: Wie haben Sie das geschafft? Und: Wenn Sie es bis jetzt geschafft haben, dann kann ja alles gar nicht so schlimm sein. Oder aber man denkt, wir hätten etwas gestohlen, wir wären kriminell, da wird einem schon mal schnell etwas angehängt was man nicht tat. Oder es werden einem Worte in den Mund gelegt die man nie sagte. Wenn sie es wenigstens noch etwas schaffen, dann wird oft auch überlegt wie man auch noch diesen Weg zu zementieren kann. Hartz-IV ist kein Mittel den Menschen wirklich helfen zu wollen.

Dann kommt mal wieder jemand der helfen will, der sich das alles so gar nicht vorstellen kann, der uns wieder in den Teufelskreis der Behörden bittet. Da fallen dann oft Worte wie: Das kann gar nicht sein was sie erzählen. Sie müssen was verkehrt verstanden oder gemacht haben. Passen Sie mal auf jetzt helfen wir und dann klappt das alles schon.

Wer nur noch müde mit dem Kopf schüttelt und ablehnt, dem wird natürlich nachgesagt er wolle gar keine Hilfe. So ist das, so sind die Leute die das alles nicht selber miterleben müssen.

Einige lassen sich dann noch mal auf diese Hilfe, zum x-ten Mal ein und wieder geht es los. Wieder ohne Erfolg, denn wir ja zwischenzeitlich soviel Lebensbrüche, soviel Versuche und Verfahren hinter uns das so gut wie niemand mehr da durchblicken kann. Die da als Experten helfen wollenden, die noch mal Mitleid haben oder sich daran versuchen wollen weil sie denken, sie können da ganz bestimmt helfen, geben ihre Misserfolge aber später nicht zu. Gelingt ihre Hilfe also auch nicht, dann werden oft sauer. Erst auf die Behörden und die Politik, dann auf sich selber und ganz am Ende wieder auf uns Betroffene. Meistens stehen wir am Ende dann so da, dass man uns sagt wir müssten ja was verkehrt gemacht haben. Dann geht man wieder seiner Wege, verhärmt, fix und fertig und sich immer wieder fragend: Was wird morgen sein? Wo und wann endete diese Odyssee?

Nach wie vor schreiben einige, so wie ich jetzt, in Foren. Na und? Auch in dem Forum hier schreiben einige von uns immer mal wieder. Hat nichts geholfen. Entweder man glaubt uns nicht, oder man übt seine Aufmerksamkeit lieber auf die Fälle die noch nicht so durch sind. Man rennt hinter denen her, die noch Aufmerksamkeit in den Medien bekommen weil man das interessant und toll findet. Derweil sind wir immer weiter ausgegrenzt, und bekommen selbst in schlimmsten Fällen in vielen Städten Deutschland nicht mal ärztliche Hilfe. Wir betreiben hier keine Vorwürfe gegen das Forum und deren Betreiber, weil die bis jetzt die einzigen waren die mit uns reden. Antworten von anderen Usern oder Hilfsangebot, Lösungen und so weiter kommen aber nicht von den die hier lesen. Wirklich etwas ändern geht auch nur durch die Politik, die uns das alles eingebrockt hat. Denen sind wir egal, für die gibt es uns nicht, oder wenn es uns doch gibt so sind wir doch der Igitt-Faktor der Gesellschaft. Einer Gesellschaft die sie so immer weiter schaffen.

Frau Merkel wollte Deutschland ja ach so gerne mit- und neugestalten. Machte mit kaputt was einst einigermaßen in Takt für uns Menschen war.

Wer jetzt glaubt wir wären dumme Penner, so behandelt man uns ja gerne, der hat unrecht. Wir haben gelernt, wir haben studiert, wir haben gearbeitet, wir haben ausgebildete, wir haben Steuern gezahlt, wir hatten keine Schulden. Wir hatten Pech. Wir hatten zur verkehrten Zeit kein Geld. Wir konnten kein Geld mehr haben, wir hatten es vorher, und es lag nicht an uns. Man will uns genau das nicht glauben. Wir waren die Anfänge von Harzt-IV und man hat uns nicht geglaubt und man hat an uns das Hartz-System erprobt. Ich unterstelle, man hat erprobt wie weit man gehen kann ohne Kläger.

Wir müssen jeden Tag da durch und wissen oft nicht wie. Wie denn ohne Geld, wie denn ohne Papiere oder nur noch mit Fragmenten von Papieren? Wie denn noch nach fast 10 Jahren ausgegrenzt in Deutschland? Ab und zu kommen oder kamen mal noch ein paar aus der Zunft der Psychologen und Psychoanalytiker. Die wollen uns dann therapieren damit wir innerlich wieder stabiler werden. Es selber erlebend Tag ein und aus, weiß ich das mir Gespräche ohne Geld und Perspektiven keine Hilfen mehr sind und sein können. Zum Leben und in Würde alt werden braucht man Geld. Ich kriege gar keins, wie ich das bis heute schaffte? Das will doch keiner wirklich wissen, dafür nimmt man sich doch nicht die Zeit. Und wer sich die Zeit doch nimmt, da ist es oft fraglich warum er/sie es tun. Man bekommt viel zu oft die Tatsachen verdreht und die Worte im Munde herumgedreht. Man sucht uns, die wir es irgendwie noch etwas schaffen oft zu kriminalisieren.

Und die, die heute noch Hartz-IV erhalten, die landen oft auch da bei uns. Denn die Schikanen der Jobcenter und der langen Wege durch Instanzen halten viele gar nicht auf Dauer durch. Und ja, sie berichten immer wieder von Wohnungen ohne Strom, von Sanktionen die sie immer weiter in Schulden und am Ende in die Obdachlosigkeit treiben. Diese Tatsachen will man ihnen aber nicht glauben. Nur wir, wir glauben es, denn wir müssen es leben.

Das ein Deutschland, dass so mit seine Mitmenschen umgeht weder ein Rechts- noch ein Sozialstaat sein kann ist uns, ist mir, klar. Und die, die wir davon betroffen sind fragen uns wo will ein solches Deutschland, das so verachtend und grausam mit seiner Bevölkerung umgeht denn eigentlich noch hin?

Wissen Sie Herr Dilthy, wenn man das was uns passierte und noch immer passiert nicht glauben will, dann tut diese ehrenwerte Gesellschaft was ganz einfaches: Sie bezeichnen uns ganz einfach als Spinner oder faules Gesindel und der Fall ist für sie erledigt. Für uns nicht, denn wir bekommen keine Form der sozialen Teilhabe mehr. Das obwohl wir einst erfolgreich waren, ohne Schuld die Talfahrten antreten mussten und obwohl auch wir einst mal sozial engagiert waren. Wir rennen gegen Wände. Wir bitten ja, wir machen ja aufmerksam aber wir rutschen ab an Teflon-Politikern und dem Unverständnis derer, die es sich so nicht vorstellen können und wollen.

Ist so wie wenn man in ein Tierheim geht und da Elend der Tiere sieht. Man will ihnen helfen, weiß nicht wie, schaut weg und vergisst es. Oder man macht hier und da Aufschreie die bald verhallen und vergessen sind. Jeder sucht dann irgendwie sein Gewissen zu beruhigen, zu verdrängen und zu vergessen.

Hier schrieb ja auch jemand von wegen Telefonseelsorge anrufen. Auch ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass die einen einfach blockieren weil sie nicht wissen was sie tun sollen. Schwierig wird es ja auch wenn sie kein Telefon mehr haben. Unsere Fälle, mein Fall sind wie gesagt nicht neu und unsere Fälle sind auch denen nicht unbekannt die an diesen Themen immer mal wieder arbeiten. Die sind dann mit ihren großartigen Leistungen (welche auch immer das sein sollen) in Zeitungen und Medien zu sehen und zu hören. Sie sind stolzer da sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit haben und das Lob. Ein Lob für was? Solange sie noch diese Aufmerksamkeit haben sonnen sie sich darin, und haben uns dabei schon lange verraten.

Natürlich sind Menschen die davon betroffen sind wie ich eines Tages traumatisiert. Doch das Trauma wurde und wird ja erzeugt durch die äußeren Umstände, durch die Gesetze etc.. Und den Begriff des so traumatisiert sein, wird von vielen dann wieder als Ausrede benutzt und ist schon fast wie eine Waffe gegen uns Betroffene. Es ist einfach jemanden als krank und nicht normal einzustufen, das beruhigt das Gewissen, denn denen ist ja nicht mehr zu helfen die haben einen an der Klatsche? So redet man über uns und so geht man mit uns um. Wir bilden uns das nicht ein, wir wissen und erleben das.

Solange dieses Deutschland uns noch brauchte, solange waren wir gut genug unsere Leistungskraft unser Wissen und mehr diesem Land und der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Doch so man uns nicht mehr braucht grenzt man uns aus. Und jeder Zugführer einer solchen U-Bahn zum Beispiel, der ausrangiert wurde, dessen weiterer Lebensweg ist mehr als ungewiss. Davor haben die Menschen in unserem Land mehr als zu Recht angst. Sie bekommen Panik, und sie werden lieber noch den letzten Mist von den Straßen räumen wenn sie nur wenigstens noch etwas mit in der Gesellschaft bleiben können.

Und wenn man auch immer wieder hört, wie kürzlich die Leute bei Opel Bochum, die sollen Abfindungen bekommen. Was soll man mit zum Beispiel 45 Jahren mit einer Abfindung, wenn nichts Neues mehr nachkommt. Wie will man seinen Verpflichtungen langfristig noch nachkommen können? Das geht nicht. Glauben Sie mir das geht gar nicht gut unter den heutigen Gesetzgebungen und Handlungsweisen.

Nicht nur die Mitarbeiter in Behörden machen uns fertig und grenzen uns aus. Es gibt in den Behörden im Übrigen auch nette und sehr verzweifelte Menschen, das darf nicht vergessen werden.

Nein, es sind auch die, die immer noch mit dem Thema so offen hausieren als wäre es ihr Thema und als würden sie helfen.

Sprechen sie mal im Wahlkampf die Menschen an den Wahlständen an, was passiert da? Entweder sie drehen sich ab und sagen: Einen Moment. Dann lässt man uns warten und vergisst uns. Oder man gibt uns eine Visitenkarte, eine Telefonnummer mit der Bitte nach den Wahlen unbedingt anzurufen. Das war es dann. Wenn man da wirklich anruft, dann erinnert man sich nicht mehr. Da waren doch so viele die was wollten. Oder man bittet sie die ganze Tragik aufzuschreiben und zu schicken. Aufschreiben wie oft noch, vor allem wo, denn oftmals ist auch das schon ein Problem. Da kommen sie dann wieder ins Spiel, die vielen Gemeinnützigen, die schon lange überfordert sind mit der Flut von uns betroffenen Menschen.

Herr Dilthey, die Arbeit, die unsinnig ist wegzurationalisieren ist schon richtig. Doch bitte dann so, dass so etwas wie es mir und den anderen schon passiert ist unterbleibt. Und noch etwas Herr Dilthey, wenn wir uns auszudrücken wissen weil wir mal was lernten dann ist das auch nicht gut. Auch für eine gute Ausdrucksweise hat man Antworten für uns parat: Wer sich so gut ausdrücken kann und dann nichts an Möglichkeiten hat in Deutschland der ist selber schuld, oder der hat große Fehler gemacht. Wer sich nicht gut auszudrücken weiß, wer nicht so gut schreiben kann dem sagt man: Sie hätten was gescheites lernen müssen, jetzt sind sie zu alt dafür. Schaun sie mal, vielleicht können sie ja bei einer Tafel helfen oder einen 1-Euro-Job machen.

Dabei ist auch schon lange bekannt, das selbst die 1 Eurojobber, die viele reguläre Arbeitsplätze verdrängten, von vielen Kommunen nicht mehr getragen werden werden können. Wie die so nicht mehr benötigten, langfristig durch ihr Leben kommen wird leider auch vergessen. Menschen und ihre Nöte werden vergessen, nicht vergessen werden die leeren Stadtkassen, maroden Straßen und Gebäude über die mehr geklagt wird als über da Schicksal der Menschen.

Es gibt Leute die können nicht so gut schreiben, die können nicht so gut reden, aber die sind auf anderen Gebieten fachlich trotzdem mehr als nur sehr gut. Doch es wird ja immer mehr normiert, immer mehr in Schablonen gepackt und immer mehr in Schubladen und Kästchen gedacht.

Am liebsten ist den Leuten aber das Argument "Einzelschicksal". Das passt dann als Oberbegriff für alles was man nicht einordnen kann und will. Und ein so bezeichnetes Einzelschicksal, dass darf auch ruhig mal kaputt gehen. Ist ja nur ein Einzelschicksal wenn auch Mensch unter welchen Menschen?

Viele von uns, so auch ich, müssen heute am Tag weiter damit leben keinen Cent der Hilfe zu erhalten. Wir erleben sie seit Jahren die Prozesse vor deutschen Sozialgerichten ohne Erfolg auf Teilhabe. Wir können ja jetzt zum Menschengerichtshof rennen? Können wir nicht, weil wir weder die finanziellen Mittel noch die ausreichenden Kräfte mehr dafür haben können. Und da Oben in der Politik als auch in der breiten Gesellschaft, da bleiben wir die Ausgegrenzten die es ja eigentlich nicht gibt.

In Deutschland geht man eiskalt und mehr als oberflächlich mit dem allen um. Man sieht es ja nicht und man will es weder sehen, noch hören, noch wahrhaben.

Im besten Fall landen wir in irgendwelchen Stadtteilen wo wir gar nicht leben können. Die Gefahren in diesen Zentren steigen täglich. Wo sollen wir also hin, an den Rand der Stadt, in den Wald, uns verstecken oder sollen wir der ehrenwerten Gesellschaft lieber gleich den Gefallen tun uns zu entsorgen? Dann kann man wenigstens wieder schreiben: Da war mal wieder so ein Mensch, der arme, naja wir können ja doch nichts tun!

Und sie alle rennen immer weiter Politikern hinterher, die das einst auch für uns gute Deutschland ramponieren und die darin herum hantieren als wäre es und wir Menschen ihr Eigentum? Und wenn sich doch einige finden die es nochmal versuchen, dann werden diese ausgegrenzt. Dann kommen sie in die Schublade, die Schablone, das Kästchen der nicht ganz intakten Menschen. Sie werden als extrem, als kriminell als irgendwie so etwas bezeichnet weil es einfacher ist für wen? Wer die Wahrheit spricht und kennt, der wir schnell ausgegrenzt. Also besser still leiden und sich mit allem diesem abfinden? Achten Sie mal ganz genau Herr Dilthey und andere, was passiert und reflektieren sie mal was schon passiert ist.

Achten Sie mal darauf wie ausgegrenzt und separiert wurde und immer weiter wird. Auch bei so einfachen Dingen wie das man nicht mehr rauchen darf. Da findet man eigentlich schon einen der Ursprünge. Muss man aber nicht verstehen wenn man es nicht will oder kann. Wie fing das damals an und was ist bis heute daraus geworden? Hass und Ausgrenzung wurden und werden genauso produziert wie die Armut. Und die, die es offen aussprechen auf die wird man wütend. Warum eigentlich, und wer und welche Gruppe von Menschen hat sich in der Gesellschaft eigentlich nicht wirklich im Griff?

Ich las hier im Forum mal irgendwo, dass Menschen mit Alkoholproblemen für ein paar Zigaretten und etwas Bier städtische Anlagen in Ordnung halten sollen. Sie würden da ja auch oft drin hausen, und außerdem bräuchten die eine Struktur. Die wurden und werden auch vorgeführt. Einst waren auch die mal ganz ehrbare Menschen in der weggebrochenen Mittelschicht. Die darf man ruhig so behandeln? Viele davon sind die der ersten Generation Hartz, die Opfer der Agenda 2010, die Versuchskaninchen auf die keiner hören wollte und hört. Heute kann man ja mit den Fingern auf die zeigen? Vor allem sie geben auch noch zu, sie sind dankbar das sie wieder eine Struktur bekommen sollen die man ihnen vorher nahm? Wie viele denken Sie, geben das zu oder schauspielern gezwungen für die Medien? Gezwungen weil sie eben eine Zigarette und ein Bier haben möchten, oder hoffen jetzt würde es doch mal wieder besser? Verwerflich sind nicht die da unten Angekommen sondern die, die sie Vorführen und damit auch noch Geschäfte machen.

Vielleicht habe ich jetzt auch zu lang geschrieben? Auch so etwas, man will heute immer alles ganz schnell, schnell abhandeln. Ein altes, gelebtes Leben und seine Brüche am besten auf einer A-4 Seite. Und vor Gerichten tut man das am Liebsten in wenigen Minuten. Die Hintergründe sind zu komplex, die Sache zu lang und zu nervig? Oder sind die, die so denken, handeln und reden einfach nur noch faul und oberflächlich? Sind die krank und abgestumpft, weil sie gar nicht mehr in der Lage zu sein scheinen sich der Ernsthaftigkeit der Sache anzunehmen und grenzen uns deshalb aus? Sind sie der Tatsachen entweder nicht bewusst oder diesen gar nicht mehr gewachsen? Oder sind sie einfach nur abgestumpft und frei von Gewissen?

Gläserne Menschen hat man gewollt, gläserne Menschen hat man bekommen. So gläsern das für viele nicht mal ein klitzekleiner Platz bleibt sich selber zu helfen, geschweige denn sich zu behaupten und gehört zu werden.

Wieso hält sich eigentlich niemand mehr an die Grundrechte, an das Grundgesetz? An erster Stelle gilt diese Frage mal den Politikern und an zweiter der Gesellschaft? Wieso machen sie alle da eigentlich noch mit und lassen es zu das Recht gebeugt, und Lüge zur trügerischen Wahrheit wird?

Ach ja, und die unsinnige Arbeit die kann auch für meine Begriffe gerne weg, denn sie hilft oft nur noch zu Einem, die Menschen weiter zu demütigen und zu knechten. Das Sklaventum hat wieder Einzug gehalten in der deutschen Gesellschaft! Teilhabe hatten wir solange, solange man unsere Arbeitskraft noch ernsthaft brauchte. Heute lösen uns Maschinen ab und wir können sehen wo wir langfristig bleiben. Denn die an den Robotern und Maschinen profitieren, kassieren alles Geld nur für sich. Und auch der Staat hält die Gelder fest die früher einmal ins Land, in die breite Gesellschaft, flossen damit das Land und seine Menschen nicht verkommen müssen. Doch das war in einer Zeit die viele wahrscheinlich gar nicht mehr kennen oder kennen wollen.

Schönes Wochenende Herr Dilthey, und möge ihre Vorstellung einer arbeitsfreien Welt inklusive der Teilhabe aller Menschen eines Tages Wirklichkeit. Solange das so nicht ist, freuen Sie sich nicht das wieder Arbeit weg ist. Denn sie verletzten uns die wir nicht mehr wissen wie wir ohne Teilhabe, ohne Geld und ohne Verständnis aus der Gesellschaft weitermachen können.

Sollten sich hier Schreib- oder sonstige Fehler eingeschlichen haben bitte ich die Portalbetreiber um Korrektur. Denn zu denen habe ich wenigstens noch etwas Restvertrauen, denn die wissen von was ich hier schreibe. Schließlich geht es ihnen ja auch nicht mehr viel besser als mir. Vorsicht Ausgrenzung?

Liebe Grüße von einem der weiß worüber er schreibt, und der sich wünschte es wäre nicht so.

Über die Arbeit 21 Jun 2014 11:55 #12956

Lieber "Anonym und Betroffen",

Ihre ausführliche Gesellschafts- und Hartz-IV-Expertise schildert die momentanen Zustände der Republik völlig zutreffend. Auch mir sind diese Zu- und Umstände hinlänglich bekannt.

Vor einigen Jahren, es war so um 2007, unterhielt ich mich über das Thema Roboterisierung. Da sagte ein Mann zu mir, man müsse sich lediglich die richtige Arbeit suchen, dann wird man durch die Automation nicht betroffen. Er habe sich einen solchen absolut krisenfesten Job gesucht, er sei Fensterputzer. Nicht automatisierbar, wie er meinte.
Nicht automatisierbar?


Seit der Jahrtausend-Wende trete ich vehement für ein Emanzipatorisches BGE ein und wurde dafür ver- und belacht, als Spinner und Phantast hingestellt. Ich trete für ein Emanzipatorisches BGE ein, weil ich weiß, dass die Automation jeden, aber auch wirklich jeden, Berufszweig massiv rationalisieren wird. Aber kaum einer will mir glauben, auch heute noch nicht.

Erkennen Sie sich in dem oben Beschriebenen nicht teilweise wieder?

In ganz naher Zukunft wird es uns nicht mehr gelingen, den überwiegenden Teil der Menschen (auch oder gerade in Deutschland) durch Erwerbsarbeit zu versorgen.

Wo waren Sie, lieber "Anonym und Betroffen", als z.B. vor ca. 10 Jahren eine Partei gegründet wurde, die diese heutigen Zu- und Umstände vorhergesehen hatte und Wege zur Vermeidung aufgezeigt hat?

Packen Sie, liebe Hartz-Betroffene, sich selbst an der Nase und beschweren Sie sich bei den Parteien, die immer während die Lüge von "sozial sei, was Arbeit schafft" verbreiten. Auch diese Lügenparteien haben Foren!

Sozial ist, was die Menschen von (unnötiger) Erwerbsarbeit befreit; sie also aus unnötiger Lohnsklaverei entlässt.
Daher freue ich mich über jeden wegrationalisierten Erwerbsplatz;
nur ein wegrationalisierter Erwerbsplatz ist ein guter Arbeitsplatz!
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit, ob was passiert. Wenn es dann kein Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”...

Über die Arbeit 21 Jun 2014 12:19 #12957

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Sehr geehrter Herr Dilthey, sie überschreiten das Maß genauso wie viele andere auch, in dem Sie sagen was man hätte tun sollen. Es gibt viele die das taten und tun was auch Sie taten und tun. Dazu gehören nicht selten Gründungen von Parteien, oder sich einbringen bei den Etablierten. Jeden Tag schreiben viele an Bundestagsabgeordnete und auch in deren Parteiforen. Endresultat sind sehr oft Löschungen und Sperrungen. Es wird dort ignoriert, so wie es nun seit Jahren eine merkwürdige Ignoranz und Ausgrenzung schlimmster Form gibt.

Glauben Sie das wirklich ein Mensch gerne lamentierend durch die Gegend laufen würde wenn er nicht allen Grund dazu hätte?

Sie dürfen versichert sein, wir und das trifft auch besonders auf meine Person zu haben wirklich alles versucht. Der letzte Versuch immer mal wieder, war so einer wie der heute hier im Forum, Sie anzusprechen und zu hoffen es nimmt nun endlich mal wer ernst und schlägt einen nicht wieder in den Teufelskreis zurück.

Sie sind nicht in meinen Schuhen gegangen, Sie kennen mich gar nicht, aber sie verhalten sich so wie alle nicht Betroffenen irgendwie "Unmenschlich!".

Über die Arbeit 21 Jun 2014 12:38 #12958

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Die Schreiber hier sind meiner Meinung nach alle im Recht. Es erinnert mich an eine Sendung die ich gestern sah: DDR "Schiff ahoi" oder so ähnlich. Die Seeleute erkannten auch erst in welchem schlimmen System sie leben mussten nachdem sie nicht mehr auf See waren. Denn solange nicht selber betroffen merkt man ja auch nichts.

Wir alle leben zur Zeit in einem System politischer Grausamkeit und Täuschung. Kann man es denen zum Vorwurf machen die es nicht mitbekommen? Nein. Man kann es nur denen gegenüber die bewusst wegsehen. Und denen die es wissen und bewusst darüber hinweg täuschen, also Schelte ganz besonders an die Medien und die ehemaligen Demokraten. Die sollte man eigentlich anzeigen. Doch wer kann und wird das tun. Vor allem wo? Bei wem?

Einen Vorwurf den Schreibern in der Not, die endlos zu schreiben scheinen, und deren Worte entweder verhallen oder gar noch kritisiert werden, ist kein Vorwurf zu machen. Sie tun das Letzte zu dem sie noch in der Lage sind. Das ist das was ich hier gerade bemerke. Und da sollte man helfen und nicht verdrängen!
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