Deutschland, und uns geht es doch gut - wir brauchen kein BGE?

Recht auf Leben, Frieden, Freiheit, soziale Teilhabe – das Recht auf Hartz-IV?

Recht auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen BGE? - Warum und für wen?

Wann wird endlich eingesehen das jeder Mensch ein Recht auf Leben hat? Das in Deutschland per Grundgesetz jeder Mensch das Recht auf Teilhabe hat. Und das ohne Zwang und an unsinnige Forderungen geknüpft?

Es wird alles was bitter wahr ist, eben die immer größere Armut, vertuscht und schön geredet. Oder etwa doch nicht? Ist das Nachstehende nur eine böse Fiktion?

Die, die ihren Mitmenschen keine Freiheit, keine Selbstbestimmung und kein Auskommen mit dem Einkommen, und schon gleich gar nicht soziale Teilhabe lassen und lassen wollen, das sind meistens die die mehr als genug an Reichtum haben. Und sie werden heute meistens nur noch reicher durch die Ausbeutung derer, dies sie arm gemacht haben. Arm gemachte und dadurch bedingte zermürbte, wehrlose Menschen lassen sich am Besten ausbeuten. Die kann man unter Zwang für jede unterbezahlte Drecksarbeit ausnutzen. Und wenn der so ausgenutzte Mensch nicht mehr kann weil er komplett ausgebeutet worden ist, dann ist er wertlos und kann sehen wo er bleibt.

Selbstausbeutung oder dummes Geschwätz?

In anderen Ländern verkaufen Menschen ihre Organe um wenigstens wieder für kurze Zeit etwas zum Überleben, zum Essen und Trinken zu haben. Doch ewig reichen die Organe nicht. Eine Niere kann man abgeben. Etwas von anderen Organen eventuell auch noch, aber irgendwann ist dann mit der kompletten Selbstausbeutung Schluss. Dann ist der Mensch tot. Vielleicht kann man dann noch den Rest von ihn verwerten bevor er, wenn er Glück hat noch irgendwo verscharrt wird, oder es fressen ihn irgendwelche Formen von Hyänen. Der Mensch ist weg, und wahrscheinlich wird sich nie mehr irgendwer an ihn erinnern. Und es kommen immer mehr nach denen es so oder so ähnlich ergeht?

Interessiert das noch wen?
 
Zu einhundert Prozent sanktioniert oder gleich gar keine Hilfe erhalten?

Also mich interessiert es noch sehr, was aus einem zu 100 Prozent sanktionierten Hartz-IV-Empfänger wird. Oder was mit dem Menschen nebenan passiert, dessen Anträge beim Amt so lange verschleppt werden bis er nicht mehr kann. Mich interessieren die Menschen über die und über deren Anträge solange verhandelt wird, aus denen man, je länger es dauert, immer neue Konstrukte entwirft, bis der davon betroffene Mensch möglichst nichts mehr aus der Sozialkasse, in die er vorher über viele Jahrzehnte einzahlte, erhalten wird. Was wird aus diesen Menschen? Sind das die, die dann immer mehr aus den Städten an den Rande der Stadt oder wer weiß wohin vertrieben werden? Die man nicht sehen will, über die man schon längst einen Stab und sei es auch nur den Stab der Vorurteile und Ungerechtigkeit, gebrochen hat? Die man später am Rande der Stadt oder auf den Straßen, sogar am hellen Tag verjagen, schlagen oder morden darf?


Menschen die nie etwas taugten und leisteten?

Menschen über die man meint und sagt sie waren und sind nichts wert, ohne deren Leben und Leistungen jemals gekannt zu haben? Vielleicht kann man aber ganz am Ende, diese Menschen noch untersuchen, und feststellen sie haben noch ein paar Organe die man entnehmen und denen verkaufen kann, die sie brauchen und die sie zahlen können?

Der moderene Sündenbock.

Wie sieht es aus mit sanktionierten Menschen die kein Geld mehr haben? Denen sagt man heute sie seien selber schuld. Hier kann nicht von Schuld gesprochen werden. Schon gar nicht in einem System das die Rahmenbedingungen derart verändert hat, dass der einzelne Mensch selbst wenn er besten Willens ist, nicht mehr herauskommen kann.

Allerdings zeigen uns die meisten Medien doch etwas ganz anders auf? Stimmt das denn? Stimmt das, weil das Politiker sagen oder Experten und ihre Statistiken? Kann und darf man das alles glauben?

Gibt es ihn vielleicht doch, den modernen Sündenbock?

Doch was wird getan, es wird genau diesen Menschen immer weiter eine Schuld vorgeworfen die sie gar nicht haben. Es sind die modernen Sündenböcke eines krankhaften von Wahn und Irrsinn zerfressenen System. Wenn diese Menschen laut aufschreien, schreiben oder sich sonst irgendwie kundtun wollen, hilft ihnen das? Nein, es wird ja getäuscht so das der Rest es ihnen nicht glaubt und auch niemals glauben wird. Oder der Rest ist auch schon so verroht, oder hat soviel Angst das es ihn selber ereilt, das er weghört oder mit einprügelt auf den modernen Sündenbock. So einen, der das ausspricht der ist nicht normal, der ist ein Staatsfeind. Letztere Behauptung ist doch noch besser, dann kann man aburteilen und bestrafen. Einsperren auf Staatskosten und den Menschen läutern und umerziehen? Noch so ein bisschen quälen in der noch jungen Demokratie, die sich die Unantastbarkeit der Menschenwürde auf die Fahne und in das Grundgesetz geschrieben hat?

Es ist doch am aller Besten man beschäftigt sich gar nicht mit solchen Gedanken. Ist ja alles nur eine Fiktion? Wer sich mit solchen Fiktionen beschäftigt den könnte es eventuell doch noch als Schicksal ereilen?

Und was wenn denn doch ... – Nö, weg mit den Gedanken
 
Und wenn das alles doch so ist, dann könnte man ja etwas ändern. Man könnte versuchen zu helfen. Nein, statt helfen und fördern wird solange gefordert, getreten, gezwungen, gestraft und unterdrückt bis, wie schon zuvor beschrieben, der so ausgenutzte und ausgebeutete Mensch nichts mehr geben kann. Und wenn man den bei sich aufnimmt, dann würde einen dieser Hilfeakt ja eventuell mit herunterziehen. Denn das bisschen an Geld was man noch hat, dass muss man mit ihm teilen. Teilen weil es ein Gesetz gibt, dass sagt man ist dann eine Bedarfsgemeinschaft. Da zieht das System einem vom eigenen Geld noch was ab. Oder wenn man selber schon hilfebedürftig ist, dann sperrt man dem Helfer das Geld. Er darf doch nicht jemanden aufnehmen, wenn er selber nichts mehr haben kann und seine Ansprüche an einen Sozialstaat geltend macht, der mal existierte und einem dies, per Grundrecht, zusicherte. Das Grundrecht, das dies zusichert, gibt es noch auf dem Papier.


Allein in der sozial Behausung – allein auf der Straße

Der Eine bleibt allein mit allen seinen Sorgen, dem gesamten Druck und Ballast. Er bleibt in seinen vier Wänden die man ihm hat zuteil werden lassen, und er beugt sich allem dem was man von ihm verlangt. Er beugt sich damit er wenigstens das noch hat. Wie lange er es noch haben wird, dass weiß Gott allein. Denn das was man ihm zuteil werden lässt reicht nicht einmal für die Energiekosten.

Kochen, waschen, backen, bügeln, telefonieren, baden, spülen, einfrieren, kühlen, beleuchten, ins Internet gehen, Radio hören, TV sehen, heizen das alles ist teurer als Grundnahrungsmittel. Grundnahrungsmittel, die man vielleicht noch auf Bedarfsschein bei Tafeln bekommt aber die man nicht mehr zubereiten kann. Denn die Energiekosten kann man nicht mehr aufbringen. Man zahlt solange den Strom nicht mehr, bis man auf der Straße landet. Man zahlt den Strom nicht mehr, weil das Geld einfach nicht mal mehr dafür reicht. Dann kommt ein weiterer Stempel per Eintrag in die Schufa, in die Akten der Behörden, denn der Grund, die Ursache warum man nicht zahlen kann, der ist egal.

Und man beugt sich, beugt sich weiter, lässt sich ausnutzen obwohl man schon unter den alltäglichen unmenschlichen Belastungen immer kurz vor dem Zusammenbruch steht. Man lässt sich schikanieren, herumkommandieren kurz und gut als Sklave des System behandeln. Man ist Sklave und wenn man Glück hätte, dann würde man jetzt sofort vielleicht selber zum Sklaventreiber? Besser zuschlagen und unterdrücken als am Rande der Stadt, auf der Straße zu enden. Man will ja leben auch wenn es kein freies Leben mehr ist, auch wenn das Gewissen einen nicht mehr schlafen lässt? Gegen das schlechte Gewissen kann man sich Tabletten, Drogen oder Alkohol kaufen, so dass Geld dafür noch irgendwie reicht.

Wer bricht denn da wem den Willen und entzieht die unantastbare Menschenwürde um später zu helfen?

Und dann, irgendwann macht der Körper nicht mehr mit. Der Willen ist gebrochen, die Sucht in die man ging, weil man quasi dort hineingetrieben wurde bringt einen jetzt doch an den Rande der Stadt oder auf die Straße? Dann kommt Hilfe? Dann darf man vielleicht Straßen und Parks, für ein paar Dosen Bier, etwas Tabak und ein paar Cent Taschengeld reinigen?

Das ist sie dann die Wiedereingliederung in die Gesellschaft?

Dann wird man mit Glück wieder eingegliedert in die Gesellschaft. Man lernt wieder einen ordentlichen Tagesablauf, einen Tagesablauf den man davor eigenständig über Jahrzehnte lebte und leben konnte. Damals als das Geld noch reichte. Jetzt bringen andere die einen erst darunter brachten wieder da raus?

Die Kommune meint es doch gut mit einem. Schließlich lebt man auf der Straße und die muss man auch selber sauber halten. Und dann darf man dankbar sein für das Suchtmittel, das man vor der Talfahrt, die einen bis fast ans Ende und an dieses Suchtmittel brachte, auch noch dankbar sein?

Ist sie das die Vorstellung von Hilfe und sozialer Teilhabe in der heutigen Zeit? Und während ich das hier so vor mich hin schreibe, da sitzen wie viele Menschen heute in Deutschland in Angst und Umklammerung gefangen, weil sie jetzt die Nächsten sind die sich auf den Weg in den Abgrund befinden. Die hatten mal Geld aber eben jetzt nicht mehr.

Und es bleibt dabei, entgegen aller menschlichen Logik wird behauptet: „Sie sind es doch selber schuld.“

Die sind selber schuld? Nein, sind sie nicht. Sie wurden im ersten Schritt ausgebeutet ohne es bemerken zu können. Nur sie können es nicht beweisen, denn niemand will und wird ihre Argumente hören. Es wird weiter getreten und mit den Fingern auf sie gezeigt. Mit den Fingern auf sie, die einst als ehrbare, fleißige und soziale Bürger galten. Es werden täglich immer mehr und eines Tages wird die so erzeugte Blase platzen. Die Haut dieser Blase wird immer dünner. Die Angst wird immer größer, der Druck der durch Ungerechtigkeit entsteht immer größer bis er unerträglich ist. Er, der Druck, zerquetscht die Seele, martert das Hirn und macht krank.


Wohin wird die Blase platzen und wann?

Doch wohin wird die Blase platzen? Werden sie alle, die zur Zeit in dieser Blase leben müssen, zu Alkoholikern, Drogenabhängigen, Kandidaten für die Psychiatrie? Kommen sie alle in Unterkünfte an denen es doch schon heute mangelt, und an denen einige noch gut verdienen? Reichtum geht immer einher mit Armut. Oder werden sie zu Straftätern?

Ach, dass sind sie doch sowieso so schon. Straftäter oder so etwas ähnliches, noch schlimmeres, denn sie haben kein Geld, keine Perspektiven weil man sie ihnen raubte, und jetzt wollen sie sich auch noch erlauben ihre eigene Arbeit auszusuchen? Sie wollen „NEIN“ sagen zu der Ausnutzung und Ausbeutung eines Systems? Ja woher nehmen sie sich dieses Recht? Das hat man ihnen aberkannt. Diese Selbstbestimmung haben sie doch gar nicht mehr. 40 Jahre mussten und haben sie in dieses System gezahlt. Jetzt wo sie es dringend benötigen und etwas zurückhaben wollen müssen sie erkennen das sie unverschämte, faule, dumme nichtsnutzige wertlose Sozialschmarotzer sind?

Der Andere der auf der Straße blieb – was ist aus ihm geworden?

Der Andere der nicht aufgenommen wurde ist schon gestorben. Er wollte leben, aber er hatte kein Geld mehr. Er war schon ausgegrenzt und wollte nicht im Suff auf der Straße, am Rande der Stadt, oder in einem Irrenhaus zugrunde gehen. Er hat es vorgezogen sich selber zu entsorgen. Er war es nicht schuld, in diesem Fall trifft nicht ihn die Schuld. Richtig, die Schuld trifft die, die es soweit haben kommen lassen und bis heute nicht eingreifen um dagegen etwas zu unternehmen. Erst dann, wenn sie selber da angekommen sind, dann werden sie sich vielleicht doch noch einmal erinnern und zu sich selber sagen: „Gott was habe ich getan, warum habe ich nicht mit allen anderen die Augen aufgemacht und den überschrittenen Anfängen gewehrt?“

Die Politiker, die Medien sagen uns doch es geht immer wieder aufwärts, gerade zur Zeit.

Eines zeigt uns diese und alle anderen tragischen Geschichten, und da können die Medien und Politiker schreiben und sagen was sie wollen, aus den heute geschaffenen miserablen Umständen kommt ein unfreiwillig geschaffener Hartz-IV-Empfänger kaum je wieder heraus. Der Weg geht nicht nach oben die Pfeilspitze zeigt nach unten.

Wo ist zum Beispiel der einstige Arbeiter der deutschen Textilfabrik?

Wo ist zum Beispiel der Arbeiter der in einer deutschen Textilfabrik hart gearbeitet hat? Vielleicht war er es, der sich selber entsorgte? Seine frühere Arbeit ist jetzt in einem anderen Land. Dort wo sein ehemaliger Arbeitgeber billiger produzieren kann. Wo Gewerkschaften kaum Einfluss haben, und wo es auch nicht so schlimm ist, wenn mal ein paar hundert Menschen, wegen Nichteinhaltung der Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz, verbrennen. Dort im Ausland haben sie keine Macht mehr, die deutschen Gewerkschaften die einst für menschliche Arbeitsbedingungen in Deutschland kämpften.

Hauptsache ist das man heute billig, und billiger als in Deutschland, im Ausland produzieren kann. Diese Produkte werden dann ins ursprüngliche Heimatland exportiert oder importiert, je nach Sicht der Dinge.

Dort werden sie dann teuer verkauft, die durch menschliche Ausbeutung produzierten, billigen Produkte. Teuer gemessen an den Umständen unter denen sie entstanden. Und billig für den, der sie sich noch leisten kann. Der ehemalige Mitarbeiter, der einst in Deutschland für das Unternehmen produzierte ist schon Geschichte. Na und, der konnte sich ja nichts mehr leisten, er hatte keine Arbeit mehr. Weg damit und vergessen. Vergessen sind auch die Menschen die jetzt billiger produzierten und verbrannten.


Geht die Selbstausbeutung in Not und durch Arbeit so weit?

Geht Selbstausbeutung durch Arbeit also so weit? Selbstausbeutung in Not, in dem man in anderen Ländern sogar schon seine Organe verkauft bis es nicht mehr geht? Warum tun wir Menschen dieser Welt uns das selber an? Wer tut es uns an und warum lassen wir es zu? Sind wir keine Menschen mehr? Sind wir nur noch zur freien Benutzung derer da, die an uns profitieren, bis wir nicht mehr da sind und man uns vergessen hat?

Sozialstaatsprinzip ...

Sozialstaatsprinzip, Menschenrechte, Menschenwürde, das Recht auf Unversehrtheit, das Recht der sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe - das Recht auf Leben? Die Demokratie und die Grundrechte wo sind die geblieben? Die Ethik, die Moral "Geben und Nehmen", gab es das wirklich einmal oder war das nur ein schönes Märchen, das zumindest in Deutschland und in anderen Ländern der EU mal ansatzweise für ein paar kurze Jahrzehnte funktionierte?

Ist die Welt gar schon so überbevölkert das man irgendwie, wie auch immer, aussiebt und dezimiert? Ich hoffe nein, aber sollte es solches Gedankengut doch geben, dann würde ich gerne wissen welcher Kopf da über alledem thront. Und ich bete zu Gott, er möge diesen Menschen und seinen Gefährten am Ende ihrer Tage, die Qualen bereiten, die sie verbreiten.

Schwamm drüber. Da es sie nicht gibt sollte man auch nicht solche harten Wünsche aussprechen.

Und was ist mit Dir mein Freund?

Und Du mein Freund, der um alle diese Dinge weiß sagst mir: "Wir brauchen kein Bedingungsloses Grundeinkommen?" Du mein Freund, der Du noch immer deinen Sündenbock für dein eigenes Ego und Seelenheil benötigst. Benötigst weil Du die Wahrheit nicht wahrhaben und schon gleich gar nicht ertragen könntest?

Du mein Freund, der bis behauptet, dass alle Langzeitarbeitslosen ohne Bildung und Niveau sind? Sind sie das wirklich, oder redet man sie nur klein, und bringt sie soweit runter bis sie es doch endlich selber glauben? Glauben müssen um des lieben Friedenswillen den man ihnen selber nicht lässt?

Deutschland geht es gut, uns allen geht es gut. Also musst Du mein Freund ja auch keine Angst vor faulen Menschen. und schon gleich gar nicht vor der Einführung eines BGE, das die Qualen beseitigen könnte, haben.

 

Geschrieben im Mai 2014
Dagmar J. Sall

 

 

 

 

 

 

 

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