Unruhige Zeiten 2014 - Wir wollen Frieden - Ein Land der Dichter und Denker?

Und ein Land, dass sich einst stolz auf seine Dichter und Denker bezog und heute nur noch Wirtschaftswachstum, dessen Beschleunigung und Export, Export, Export hervorzubringen scheint, gibt damit an obwohl rechts und links die Menschen immer mehr, in nicht notwendige Notsituationen geraten?

Armutsbeschleunigungs-Gesetz unter Agenda 2010 und den Menschen abwertenden Hartz-IV-Gesetzgebung, darauf ist man auch noch stolz?

Wie war das noch? Da sagte mal einer „Ich will hier rein, ich will Bundeskanzler werden“, und ich, ich, ich und nochmals ich – „habe es aus eigner Kraft von ganz unten nach ganz oben geschafft“. Und ja, er, er und nochmals er – hat es auch geschafft, dass heute den Menschen der Weg, wenigstens etwas nach oben, versperrt ist. Versperrt durch ihn, der vor Überheblichkeit bis heute strotz und das Ganze auch noch für ein gesundes Selbstbewusstsein hält. Der es braucht, dass man ihn feiert und zu ihm aufsieht. Der sogar noch sagt genau das stünde ihm zu? Und was steht den anderen Menschen zu?

 War das auch ein schlechtes Märchen so wie das was jetzt folgt:

Zitat Anfang:

Ein deutsches Märchen

Es war einmal ein Fischer; der lebte mit seiner Frau in einer armseligen Höhle nahe bei einem großen See. Alle Tage ging er im Morgengrauen zum Seeufer und warf seine Angel aus, aber der Fische in dem See waren nur wenige, und was er fing, reichte kaum hin, um notdürftig das Leben zu fristen. So verstrichen die Monate und Jahre ohne Freude und Hoffnung.

 

Als er an einem schönen Sommertag wieder am Wasser saß und trübselig auf seine Angelrute blickte, gab es einen gewaltigen Ruck, und als er einholte, zog er einen großen Fisch aus dem See, desgleichen er nie zuvor gesehen hatte. Doch seine Freude war nur kurz. Zu seinem großen Schrecken richtete der Fisch sich plötzlich auf und fing an zu sprechen. „Bitte laß mich schwimmen.“ Dem guten Fischer ward recht unheimlich zu Mut. „Du brauchst deswegen nicht so viele Worte zu Machen“, sagte er zu dem Fisch, „mit einem Fisch, der sprechen kann, will ich nichts zu tun haben; schwimm nur fort, so schnell du kannst.“ Damit setzte er ihn wieder ins Wasser, und der Fisch stieß pfeilschnell auf den Grund und ließ eine lange Blutspur hinter sich.

 

Für diesen Tag hatte der Mann genug vom Fischen, ging nach Hause in die Höhle und erzählte seiner Frau, was ihm begegnet war. „Hast du dir denn nichts von dem Fisch gewünscht, ehe du ihn freiließest?“ fragte die Frau. „Nein“, antwortete der Mann, „was hätte ich mir wünschen sollen?“ „Ach“, meinte die Frau, wir leben so kümmerlich hier in der hässlichen stinkenden Höhle; geh zurück und sag dem Fisch, dass wir eine kleine Hütte haben wollen.“

 

Dem Fischer war nicht wohl bei der Sache, aber seine Frau war ein Dickkopf, und es war immer misslich, ihr zu widersprechen. So ging er denn. Als er zum See zurückkam, stand die Sonne hoch am Himmel. Das Wasser erglänze in lieblichem Grün und ein leichter Wind kräuselte die Fläche. Es war alles so schön und friedlich, dass er wieder Mut schöpfte. Zuerst verzagt, dann immer herzhafter rief er über den See:

 

„Manntje, Manntje, Timpe Te,

Buttje, Buttje in de See,

myne Fru de Ilsebill

will nich so as ik wol will.“

 

Sogleich kam der Fisch auf ihn zugeschwommen und fragte: „Was will sie denn?“ „Ach“, antwortete der Fischer, „meine Frau sagt, ich hätte mir etwas von dir wünschen sollen, eh ich dich freiließ. Sieh, wir leben in einer so jämmerlichen Höhle; meine Frau will nicht mehr dort wohnen, sondern möchte eine kleine Hütte.“ „Geh nur nach Hause“, sagte der Fisch, „sie ist schon in der Hütte.“ Als der Mann nach Hause kam, sah er seine Frau an der Tür eines hübschen kleinen Häuschens stehen.  „Komm herein, sagte sie,  „ist es hier nicht viel besser als in unserer hässlichen Höhle?“ Da war eine Stube und eine Schlafkammer und eine Küche, und hinter der Hütte war ein kleiner Garten mit Blumen und Obstbäumen und ein Hof voller Hühner und Enten. „Ach“, sagte der Fischer, wie glücklich werden wir hier sein!“ – „Wir wollen es wenigstens versuchen“, meinte seine Frau.

 

Diskutiert diesen Artikel im Forum (5 Antworten).

Zusätzliche Informationen