Meine Zähne, deine Zähne, unsere Zähne

Morgens, Mittags, Abends,
vor dem Schlafen und nach dem Essen,
Zähneputzen nicht vergessen.

Dieser Spruch begleitet uns Menschen von frühster Kindheit an, ein gesamte Leben lang.

Zähneputzen ist sehr wichtig denn, schließlich  möchte man sie möglichst lange behalten.

Auf keinem Fall dem Kind Süßigkeiten geben, auf keinen Fall später mal rauchen und..., und..., und...


Der fast komplette Entzug von Zucker ist für viele Kinder der pure Horror, an den sich einige noch bis ins hohe Alter erinnern. Viele, die so groß wurden, schlugen später bei dem Süßzeug hemmungslos zu. Sie hatten ein Nachholbedürfnis. So ist das bei den Menschen, wenn zu viel verboten wurde.
 
Sozialer Status "Erkennungsmerkmal Zähne
 
In der heutigen Zeit erkennen wir den sozialen Status der Menschen an den Zähnen. Es sind nicht die, die zuviel Süßigkeiten aßen und essen, oder die zuviel rauchten. Doch künftig sollen wir auf den Zigarettenpackungen zum Beispiel in Münder mit verfaulten Zähnen schauen. Das soll ganz massiv vor dem schädlichen Rauchen warnen. Vielleicht macht man das ja demnächst auch auf Verpackungen von Süßigkeiten? Für jeden heute sozial schlecht gestellten Menschen, mit schlechtem Zahnstatuts, ist das mehr als nur eine Beleidigung. Im eigentlichen handelt es sich heute dabei um Körperverletzung. Denn wer sich keinen Zahnarztbesuch, wer sich keinen Zahnersatz mehr leisten kann, der muss hilflos dem Verfall seiner Zähne zuschauen.

Kein Problem "Zähne billiger machen lassen im Ausland"
 
Natürlich wird im Fernsehen immer wieder Werbung gemacht, dass man sich im Ausland die Zähne billiger in Ordnung bringen lassen kann. Doch wer kein Geld mehr hat, der kann sich die Reise ins Ausland eben auch nicht leisten. Und was ist das für ein Armutszeugnis für ein Gesundheitssystem, wenn man sich als Deutscher im eigenen Land keine guten Zähne mehr leisten kann? Daneben gibt es noch die so genannte Residenzpflicht für Hartz-IV-Empfänger. Und leider gibt es in Deutschland auch Menschen, die gar keine Krankenversicherung bekommen, weil sie keine Hilfen erhalten. Weil Anträge auf Hilfe eben auch hier und da tatsächlich über Jahre verschleppt werden können. Das wird zwar in der Gesellschaft nicht geglaubt, aber es ist so. Es ist so und nicht anders. Diese Menschen beschreiten dann den Klageweg vor den Sozialgerichten, und es zieht sich oft über Jahre in die Länge, bevor die Situation für die Betroffen geklärt ist. Es geht immer hin und her. Die Gesundheit leidet immer mehr, die Zähne verfallen und die Wohnung geht verloren.
 

Kalte Heimat, wenn die Heimat schon lange ihren Namen nicht mehr verdient

Dort unten angekommen geht der Kampf um das tägliche Überleben erst mal so richtig los. Das will man in einer Gesellschaft des Überflusses nicht  hören und sehen. Was da wirklich passierte und passiert bei diesen Menschen, danach fragt man nicht. Man vorverurteilt, urteilt und wertet diese Menschen in Deutschland hochnäsig, eiskalt arrogant als Asoziale ab.
 
In Deutschland hat jeder Mensch eine Krankenversicherung
 
In Deutschland hat jeder Mensch eine Krankenversicherung, ist die Auffassung der Menschen. Eine komplett verkehrt Auffassung. Denn in Deutschland hat jeder die gesetzliche Verpflichtung, eine Krankenversicherung zu haben. Doch von was, wenn der Mensch es sich nicht mehr leisten kann? Dann macht er sich strafbar weil er sie sich nicht mehr leisten kann? Oder er gleitet zudem noch immer tiefer in Schulden, weil die alte Krankenversicherung ihm gegenüber noch weiter neue Ansprüche geltend macht. Man erhält also keine notwendigen Operationen, Zahnersatz, Heilbehandlungen, aber man muss trotzdem rückwirkend noch Beiträge für nicht erhaltende Leistungen, samt Säumniszuschlägen, Gebühren und mehr, zahlen.

So treiben die Politiker die Menschen in Schulden und kriminalisieren diese
 
Man wird verschuldet, schneller als man schauen kann. Gerade dann wird so mancher Mensch erst richtig krank und kann sich gar nicht mehr helfen. Die Gesellschaft schaut zu und die Politiker auch. Die haben es ja mit ihrer Gesetzgebung erst soweit getrieben. Sie haben die betroffenen Menschen so weit in den Morast getrieben. Und nach Außen tun sie so sozial und  wollen angeblich Jedem und Allem helfen? Wer das glaubt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten ;).


Trotz Studium, Titel oder Promistatus
 
Ist man erst einmal in dieser Situation, und hat man sie erst mal diese schlechten Zähne, teils verfault, teils ausgebrochen, dann bekommt man auch keine vernünftige Arbeit mehr. Selbst mit absolut guten Papieren, mit Studium und Doktorarbeit ist da überhaupt nichts mehr zu machen. Auch nicht, wenn man mal der bekannte Promi war. Das schützt einen nicht vor solchen Talfahrten. Warum es auch immer geschehen sein mag, die Gesellschaft ächtet einen. Die Medien betreiben ihre sinnverbiegenden Hetzjagden, mit denen sie Auflagen und Zuschauerqouten, zu Lasten der Betroffenen, steigern.. Es wird ein großes Geschäft mit der Not und Armut gemacht. Zur Besänftigung der eigenen Gewissen spendet man. Macht man Sendungen, die beweisen, wie man Einzelschicksalen hilft. Oftmals hat die Hilfe so nie wirklich stattgefunden. Das erfahren die davon Betroffenen aber erst hinterher. Und die Öffentlichkeit erfährt es nicht, denn die Medien geben ja nicht zu, was sie da so munter für sich treiben. Sie sind die vierte Gewalt im Staat, gegen die einzelne Gruppen so gut nicht ankommen. Den Betroffenen bleibt gar nichts, außer die Realität zu verdrängen, so sie es können. Es hilft kein Aufschrei, denn es sind sinnlose Aufschreie, die niemand hört und hören möchte.

Verhältnisse wie in Amerika und ein ehemaliger beratender Gesundheitsminister in USA
 
Straßenambulanzen fahren durch die Städte und versuchen, den Menschen zu helfen. Doch die Mittel um helfen zu können sind für diese sehr begrenzt. Wir haben sie in Deutschland, die amerikanischen Verhältnisse. Während ein ehemaliger FDP-Minister in Amerika das Gesundheitssystem mit aufbauen soll.

Ex-Gesundheitsminister Bahr kümmert sich um "Obamacare"
Quelle: http://www.heute.de/ex-gesundheitsminister-bahr-kuemmert-sich-um-obamacare-31744260.html

Ob das auch so eines wird, wie wir es jetzt in Deutschland zu beklagen haben? Denn bevor dieser Herr in unserem Land Gesundheitsminister war, da war es wenigstens noch ein kleines Bisschen besser. Gut war es da aber auch schon nicht mehr. Das Gesundheitssystem in Deutschland hatte sich erst in der ersten Regierungszeit der SPD unter einem Bundeskanzler Willy Brand gebessert. Heute ist es schlechter als je zuvor.

Ein Zahnstatus wie er abschreckend auf Zigaretten-packungen gezeigt werden soll - und doch nie geraucht

 
Zurück zu den Zähnen. Wer sich diese nicht anständig behandeln lassen kann, der bekommt sehr schnell einen Zahnstatus wie den, den man jetzt auf Zigarettenpackungen abdrucken will. Unvorstellbar aber wahr, so etwas tun
schockbildzigarettenpackung Politiker, EU-Politiker, den Menschen an. Den Menschen von deren Steuergeldern sie lebten und leben.


Die vom Leben gezeichneten Menschen

Die so kaputten Zähne versauen den davon betroffenen Menschen ihr gesamtes Leben. Es ist wie ein gelber Punkt auf der Stirn. Nicht, dass man sowieso schon nichts mehr zu Lachen hat, man traut sich auch gar nicht mehr zu lachen. Man traut sich nicht mehr den Mund aufzutun, man führt sie lieber gar nicht mehr, die Gespräche, die doch so wichtig sind für das Leben eines Menschen. Man wird einsortiert in eine Schublade, in die man eigentlich gar nicht gehört. Einsortiert von Menschen, die es lediglich dem Glück zu verdanken haben, zur ehrenwerten Gesellschaft zu zählen. Das geht solange bis die, die mal einsortierten auch an dem Punkt ankommen. Es wird ihnen nicht helfen die Tatsachen zu ignorieren. Auch wer wegschaut, ist nicht vor diesem, schneller als man denkt und nicht selber verursachten, Absturz gefeit. Verdrängen hilft da gar nichts. Prophylaxe, in dem man hinschaut und die Realität ernst nimmt, könnte hilfreich sein. Aufbegehren gegen solche Missstände. Darauf pochen, dass sich unser heutiges asoziales, politisches System ändert. Dass es sich zu dem ändert, was die Menschen tatsächlich benötigen. Und zwar in allen Lebensaltersgruppen. Nicht erst dann, wenn es schon mehr als zu spät ist. Und sich nicht beteiligen an der Ungerechtigkeit und Körperverletzung vieler, viel zu vieler Menschen.

Bis zur akuten Lebensgefahr auf dem Weg zum Exitus

Wer so kaputte Zähne hat, der ist in höchster Gefahr. Nicht nur, dass man nicht mehr kauen kann, was außerordentlich wichtig für den gesamten Verdauungstrakt ist, sondern, die so kaputten Zähne schleudern Unmengen an schlechten Bakterien in den gesamten Blutkreislauf. Der Körper der davon betroffenen Menschen wird immer mehr und immer schneller vergiftet. Das Herz wird schnell und oft sehr gefährlich davon in Mitleidenschaft gezogen. Es kommt aber auch noch zu vielen anderen gefährlichen Folgekrankheiten. Und was tut man dann?

Wo das politische System bewußt versagt und bedingt dadurch notwendige Hilfen und Mitmenschlichkeit auf der Strecke bleiben

Wenn man so durch das asoziale, krankhafte, politische System kaputt gemacht wurde und keine wirksamen Hilfen durch die Gesellschaft bekommt, wo soll der Mensch sein Haupt noch betten? Wo und wie soll sich ein solcher Mensch noch helfen können? Er kann es nicht. Vielleicht hat er sogar in der Vergangenheit selber sozial geholfen? War sehr erfolgreich und hilfsbereit? Daran wird sich in der Situation, erst einmal dort angekommen, niemand mehr erinnern. Die Türen sind zu gegangen und sie bleiben zu. Nur viel Glück kann diesen Menschen noch helfen. Tut man es nicht, dann werden diese Menschen sehr schnell sterben. Der Mensch wird kein vernünftiges, würdiges Begräbnis mehr erhalten. Und die Behörden werden nach Angehörigen suchen, die die nicht so geringen Kosten für ein armseliges Begräbnis übernehmen. Und wer weiß, vielleicht wird ein so ausfindig und zur Kasse gebetener Mensch dadurch dann selber in diese geschilderte Situation gedrängt.


Kein schönes Märchen und auch kein Spielfilm mit "Happy End"

Es ist kein schönes Märchen, es ist kein Spielfilm mit Happy End, sondern es ist der Alltag für Millionen Menschen in Deutschland. Dieser Alltag findet nicht nur in armen Nachbarländern statt, sondern er geschieht hier und heute vor unser aller Haustüren und auf den Straßen. Dort werden die Menschen verjagt, man will es unsichtbar halten was passiert. Man will Panik und Widerstand vermeiden – doch auf ewig wird man das nicht können. Abschreckende Bilder auf Zigarettenpackungen zur Einschüchterung und Manipulation von Massenmeinung sind ok? Die abschreckende, warnende und mahnende Realität des Versagen in der Politik, die darf man nicht sehen. Es könnte ja das Wohlgefühl und die eigene Komfortzone zerstören. Also beteiligt man sich lieber an der Zerstörung von Mitmenschen in der Gesellschaft?

Und ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“, das will man nicht haben?

Autor: Jens Gruber im März 2014 mittem im sozialen Deutschland

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