Arbeit, Ausbildung, Umgang, Perspektiven - Wie gehen wir miteinander um?

Bekommen wir nicht jeden Tag den Spiegel vor das Gesicht gehalten wie wir zu sein haben? Angepasst, intelligent, jung, hübsch, erfolgreich, gesund, leistungsfähig, sportlich, perfekt, fehlerfrei und ausreichend kapitalkräftig usw.? So einen perfekten Menschen gibt es nicht, und kann es auch nicht geben.

 

Kein Mensch kann 100%ig perfekt sein, sonst wäre er eine Maschine. Und selbst Maschinen sind oft nicht fehlerfrei. Warum machen wir uns aber dann oft untereinander das Leben so schwer, versuchen einem Bild zu entsprechen obwohl wir wissen so sind wir nicht? Spielt uns auch hier unsere Psyche und unser Unterbewußtsein, bedingt durch ewiges unterbewußtes Füttern mit solchen Informationen, einen Streich?

 

Verlangen nicht gar Etliche unter uns von ihren Mitmenschen, dass diese so und so zu sein hätten, obwohl sie selber nicht so sind? So unter Druck werden die Menschen mit sich selber unzufrieden, denn sie wollen etwas vormachen und leisten, was sie in der Realtität meistens gar nicht erbringen können. Das hat für viele erwachsene Menschen zur Folge das sie z. B. an Stresserkrankungen, an Depressionen und mehr erkranken. Die Zahlen der Statistiker sprechen hier eine Sprache für sich. Doch braucht man Statistiken, wenn man mit hunderten von Menschen im realen Leben zutun hat? Kann man da nicht klar erkennen und sehen was um einen herum so läuft?

 

Einige Menschen, eben auch Philosophen, Psychologen, aber auch Menschen wie Du und ich fordern immer häufiger dazu auf: "Bitte selber denken und fühlen, und nicht alles vorgeben lassen". Bitte mal auf die eigene innere Stimme, auf das eigene ich zu hören. Das wird jedoch nicht gehen wenn man den lieben, langen Tag sich nur noch reizüberfluten lässt. Das geht nicht, wenn man als erste Informationsquelle z. B. das Internet, mit seinen Millionen von unterschiedlichen Meinungsbildern, als Vorlage nimmt.

 

Haben wir vielleicht schon gar vergessen, dass ein jeder Mensch unterschiedlich ist. Jeder hat so seine eigenen Empfindungen und Gefühle. Der eine fühlt den z. B. Schmerz eines gebrochenen Armes vielleicht stärker, ein anderer eben nicht. Deshalb hat man aber nicht dem, der mehr Schmerz empfindet zu sagen: "Stelle dich nicht so an".

 

Haben wir vergessen wie es ist einen Menschen auch mal Trost zu spenden? Liebevoller Umgang ist in der Tat einer der ersten Schritte zu einer Wohlfühlgesellschaft. Mit verweichlichen hat das ganz sicher nichts zutun.

 

Wie gesagt das Prügeln in den Schulen durch die Lehrer wurde per Gesetz abgeschafft. Dabei sehen wir dann heute Sendungen, in denen die Kinder und Jugendlichen ganz hart angepackt werden. Nur so treibt man ihnen was aus und ein? Jeden Tag müssen diese jungen Menschen hören wie unfähig sie sind, wie sie immer krimineller werden? Ja, warum war das den vor sagen wir mal 30 Jahren so ganz anders? Was hat uns überhaupt zu dieser Entwicklung kommen lassen, die viele unter uns heute als unangenehm empfinden?

Perspektiven z. B. auch im Berufsleben, die kann man ja nur haben wenn die Arbeit entsprechend vorhanden ist. Wenn man sich nicht um den Verlust der Arbeit und somit dem sozialen Abstieg fürchten muss. Je mehr man sich fürchtet umso mehr wird man im innern gelähmt, oder gar aggressiv. Das macht sich dann natürlich im äußeren, gesellschaftlichen Leben bemerkbar. Ursache und Wirkung, vermögen wir die noch zu erkennen, geschweige dann auseinander zu halten?

Viel gibt es dazu noch zu schreiben, doch am Ende bleibt die Frage: "Wie gehen wir miteinander um?"

Können und dürfen wir Dinge verlangen, die nicht erbringbar sind? Von denen wir wissen, dass es nicht gehen kann?

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