Automation und Arbeit

Unsere hoch arbeitsteilige Gesellschaft ist sogar auf den nicht erwerbsarbeitenden TV-Junky angewiesen. Ohne jemanden, der ständig vor dem Fernseher „arbeitet“, könnten die TV-Sender keine Werbeeinnahmen generieren, die ihnen zur monetären Wertschöpfung verhelfen.

Je mehr arbeitsteilig unsere Gesellschaft und Wirtschaft wird, um so weniger lassen sich monetäre Wertschöpfungen Einzelnen oder einzelnen Gruppen zuordnen.

Möchten wir, dass unsere Gesellschaft wieder bzw. weiterhin ein friedliches und soziales Miteinander pflegt, müssen wir das Auskommen der Menschen sicherstellen, indem wir jedem gleichermaßen seinen Grundanteil am monetären Wertschöpfungsprozess in Form eines Bürgergeldes / bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) auszahlen.


Dabei handelt es sich keineswegs um eine Form der Sozialhilfe, sondern um einen aus der jovialen Arbeitsethik logisch und zwingend begründenden Rechtsanspruch.

Wenn nicht mehr eindeutig und somit gerecht zu differenzieren ist, wer in wie weit am monetären Wertschöpfungsprozess beteiligt ist und wer nicht, so kann eine gerechte Lösung ausschließlich in einer gleichmäßigen Verteilung bestehen - zumindest von Teilen des Erwirtschafteten.

 

Es mag hart klingen, aber die Wahrheit ist oftmals grausam: Die überwiegende Anzahl der erwerbsarbeitenden Menschen strengen sich, aus produktionstechnischer Sicht, Tag für Tag völlig unnötig und nutzlos an. Viele quälen sich täglich an ihren eigentlich obsoleten Erwerbsplatz. Obsoleter Erwerbsplatz deshalb, weil Kollege Roboter ihre Arbeit übernehmen könnte. Oder weil der Erwerbsplatz heutzutage von vorne herein völlig unnötig ist. Wer braucht z.B. noch ein Jobcenter? Wozu brauchen wir das Bürokratie-Monster ALG-II? Mit einem emanzipatorischen BGE könnten auch diese eigentlichen „Sozial-Schmarotzer“, die die politisch gewollte Armut verwalten und am Tropf der Produktion hängen, das tun, was ihnen zusteht:

Endlich wieder Mensch sein!

 

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