Automation und Arbeit

Der Roboter hat eine genau definierte Lohnuntergrenze. Erhält er nicht genug Energie zum Arbeiten (=Lohn), stellt er ohne zu murren oder zu maulen seine Tätigkeit einfach ein.

Hebt man den Lohn (die dem Roboter zugefügte Energie) wieder auf ein erträgliches Niveau an, wird er seine Arbeit problemlos und stillschweigend wieder aufnehmen.

Nachdem sich mit dem Roboter nicht über Löhne verhandeln lässt, bleibt dem Arbeiter bezüglich der Höhe seines leistungslosen Auskommens nichts anderes übrig, als sich auf das zu beschränken, was der Roboter nach Abzug seiner Energiekosten dem „humanoiden Partner“ übrig lässt.

Im Umkehrschluss bedeutet das, je niedriger die Energiekosten sind, desto mehr verbleibt für ein leistungsloses Auskommen beim Menschen – vorausgesetzt, Preis und Gewinn bleiben konstant.

 Diese Betrachtung führt im Ergebnis zu der Definition, dass Erwerbsarbeit (sei sie menschlichen oder maschinellen Ursprungs), nichts anderes sein kann, als der wirtschaftlich genutzte Energieanteil an der Produktion.

Daraus leitet sich wiederum eine prinzipielle Gleichwertigkeit der Arbeit ab, denn der biologische Energieumsatz eines Hilfsarbeiters kann sich nicht wesentlich von dem eines Professors unterscheiden. Und die wirtschaftliche Ausrichtung der Anstrengungen kann in beiden Fällen ein gleiches Maximum nicht übersteigen.

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