Automation und Arbeit


Verneint man diese Frage, negiert man damit auch den Leistungsbezug (Lohn) der menschlichen Arbeit mit den oben besprochenen Widersprüchen.

 Laut Karl Marx können ausschließlich Menschen arbeiten. Ordnet man jetzt dem Roboter den vorherigen Arbeitsplatzinhaber (also in unserem Beispiel den Schweißer) als Aufseher bzw. Maschinenführer zu, wäre der Marx´schen Arbeitsdefinition in soweit genüge getan.

Nachdem aber der Roboter weder einer Aufsicht noch eines Maschinenführers bedarf, würde der humanoide Arbeiter ein leistungsloses Auskommen erzielen. Das beinhaltet natürlich auch die oben beschriebenen Definitionsprobleme.

Marx schweigt sich jedoch über die Variante aus, dem als (unnötige) Aufsicht arbeitenden Schweißer weiterhin sein leistungsloses Auskommen zu bezahlen, ihn aber von seiner Anwesenheit am Produktionsort freizustellen, die für den Produktionsprozess ohnehin nutzlos ist.

Verfolgt man diesen Gedanken weiter, wird man nicht umhin kommen, den Roboter und seinen „Maschinenführer“ als Team anzusehen. Wobei dann natürlich die Frage der Lohnaufteilung zwischen Roboter und Mensch zu stellen ist. Welchen Lohn benötigt ein Roboter, welchen Lohn ein Mensch?

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